Anzeichen von Idiotie

"Ich fürchte den Tag, an dem Technik das Denken
und Handeln der Menschen bestimmt. Idiotie wird
sich breitmachen!"    Einstein


Es klingt wie ein schlechter Scherz, aber gerade er hat
dazu beigetragen, dass die Idiotie heute triumphiert!

Wie es begann

Im Jahre 1842 versuchte Christian Doppler die Farbunterschiede bei Doppelsternen damit zu erklären,
dass die Lichtwellen gestreckt werden, sich also ihre Frequenz erhöht, wenn sich die Sterne in
Richtung Beobachter bewegen, und umgekehrt. Diese Theorie wurde jedoch abgelehnt, weil man
meinte, die von Doppler beobachteten Farbunterschiede werden lediglich durch eine unterschiedliche
Leuchtkraft der Sterne verursacht.

Drei Jahre später machte sich Christoph Ballot daran, den Dopplereffekt bei Schallwellen nachzuweisen,
indem er einen ganz bestimmten Ton von Trompetern spielen ließ, die sich auf einem Zug befanden und
an neben dem Bahndamm stehende Beobachter vorbei fuhren. Tatsächlich stellten diese eine
Verschiebung um einen Halton fest.

Heute steht außer Zweifel, dass es nicht nur einen akustischen Dopplereffekt gibt, sondern auch einen
optischen. C. Doppler lag also mit seiner Vermutung, die Lichtwellen werden in Abhängigkeit von der
Bewegung einer Quelle gestreckt oder gestaucht, richtig.





Bild 1. Optischer Dopplereffekt
(dargestellt von Ales Tosovsky)
Bewegen sich Sender und Empfänger
aufeinander zu, werden die Wellen
gestaucht und umgekehrt.

Wo und in welcher Stärke der Dopplereffekt auftritt und welche Auswirkungen er hat, wurde seitdem
hinreichend erforscht und ist auch immer wieder von Belang. Die Frage, wie er zu Stande kommt
und ob es möglich ist, dass akustischer und optischer Dopplereffekt aus prinzipiell unterschiedlichen 
Prozessen hervor gehen, wird jedoch kaum noch gestellt.

Dabei ist sie doch von so großer Bedeutung, denn wenn der akustische Dopplereffekt nur deshalb zu
Stande kommt, weil mit der Luft ein Trägermedium zur Verfügung steht, dann lässt sich daraus
schließen, dass der optische Dopplereffekt auch von einem Medium getragen werden muss, das
sich im scheinbar leeren kosmischen Raum verteilt.

Kurz und gut, der optische Dopplereffekt ist aussagefähig hinsichtlich der Ätherfrage, die man
bereits geklärt glaubt, obwohl die Antwort, die man gefunden hat, nicht wirklich Sinn macht,
was der Grund für die Probleme sein könnte, die in der Physik bis heute auftreten!


Wie also entsteht der akustische Dopplereffekt? Zunächst wird ein Schall erzeugt, indem in der Luft
eine Membran hin und her schwingt.
Schwingt sie in Richtung Empfänger, werden zu diesem hin
Luftmoleküle in Bewegung gesetzt. Schwingt die Membran zurück, entsteht hier ein Unterdruckgebiet,
in das die Luftmoleküle zurück strömen.

Bewegt sich nun der Sender in Richtung Empfänger, kommt er, und damit die Membran, den zurück
strömenden Luftmolekülen entgegen. Dadurch verkürzt sich für jene der Rückweg und damit auch die
Zeit zwischen der letzten und der nächsten Impulsaufnahme, so dass sich die Frequenz erhöht.

Der akustische Dopplereffekt setzt also das Vorhandensein einer Teilchenmasse zwischen Sender
und Empfänger zwingend voraus. Nur dann können sich Impulsgeben und Impulsnehmer entgegen
kommen. Diese Gesetzmäßigkeit wird aber nicht auf elektromagnetische Wellen übertragen!

Elektromagnetische Wellen breiten sich auch im Vakuum ohne Medium aus. Wenn sich der Sender
der Wellen relativ zum Empfänger bewegt, tritt ebenfalls eine Verschiebung der Frequenz auf.
Dieser
Relativistische Doppler-Effekt ist darauf zurückzuführen, dass die Wellen sich mit endlicher
Geschwindigkeit, nämlich der Lichtgeschwindigkeit, ausbreiten. Man kann ihn als geometrischen
Effekt der Raum-Zeit auffassen.
    Wikipedia

Die Schallwellen breiten sich ebenfalls mit endlicher Geschwindigkeit aus, weil die Luftmoleküle eine
Masse haben und damit träge sind, so dass sich ein Impuls in der Luft nicht nur nach vorn (Longitude),
sondern auch quer (Amplitude), ausbreitet.

Ein Schüler mit durchschnittlicher Auffassungsgabe, der von Einsteins obskurer Theorie
noch nie
etwas gehört hat, würde mit ziemlicher Sicherheit aus der Übereinstimmung
von akustischem und
optischem Dopplereffekt schließen, dass sich im Universum auch
ein Medium verteilen muss!


Warum hoch gebildete und intelligente Wissenschaftler im optischen Dopplereffekt partout einen
geometrischen Effekt der Raum-Zeit sehen wollen, lässt sich nur damit erklären, dass sich in der
Physik Idiotie breit gemacht hat. Nicht im Sinne von geistesschwach und verblödet, sondern im
Sinne von verblendet, verrannt und uneinsichtig, wie sich immer deutlicher zeigt.


Zu welch idiotischen Vorstellungen es die Physik inzwischen geführt hat


Existieren Raum und Zeit tatsächlich? Nach Kant werden Raum und Zeit als reine Formen der
sinnlichen Anschauung den Empfindungen (der Materie) lediglich hinzugefügt, weil wir uns
schlichtweg keine Gegenstände ohne Raum und Zeit vorstellen können.


Kants Vorbehalte scheinen durch Raumkrümmungen und Zeitdilatationen, die man entdeckt haben 
will, überholt. Entdeckungen der letzten Jahre jedoch dafür, dass hier ein Faden gesponnen wird,
der schon von Anfang keine Bindung zu den tatsächlichen natürlichen Gegebenheiten hat und
deshalb immer mehr zu idiotischen Vorstellungen führt, wie die folgende Geschichte zeigt.

Der Autor eines Science-Fiction-Romans stattete Raumschiffe mit einem
Warp-Antrieb aus, damit
seine Helden 
von Galaxie zu Galaxie, die Millionen von Lichtjahren auseinander liegen, reisen können.
Wie genau das funktionieren soll, wird vom Autor nicht näher erläutert, muss es auch nicht, denn
Science-Fiction ist ja lediglich eine Verquickung von Phantasie und Wissenschaft.

Erstaunlicherweise fanden sich jedoch einige Physiker, die davon inspiriert wurden und nachdachten,
wie man einen solchen Antrieb realisieren könne. Aus bloßer Phantasie wurde so ein Projekt, das
den Anschein erweckt, wissenschaftlich und damit seriös zu sein.

Ein funktionsfähiger Warp-Antrieb muss die Eigenschaft haben, einen bestimmten Energie-Impuls-Tensor
zu erzeugen, welcher das Raumzeitgebiet um ein Raumschiff herum derart verändert, dass die Entfernung
zwischen Start- und Zielpunkt verringert wird. Dies bedeutet nichts anderes, als das die Raumzeit vor dem
Schiff kontrahiert und hinter ihm wieder expandiert. Da sich die Raumzeit selbst überlichtschnell ausbreiten
darf, könnte ein Objekt also theoretisch in einer solchen Warp-Blase mitreisen. Die erste funktionierende
Warp-Metrik wurde 1994 von Miguel Alcubierre aufgestellt.
Sie ist jedoch keine strenge Lösung der
Einsteingleichungen
sondern wurde direkt mit den gewünschten Eigenschaften konstruiert. Um die
Gleichungen zu erfüllen, ist eine negative Energiedichte erforderlich, welche auch als
exotische Materie  bezeichnet wird.
      aus Wikipedia
                     








Bild 2. Warp-Antrieb

So soll der Mensch in Zukunft reisen
können. Einfach die Raumzeit  kontrahieren und dann hindurch
fliegen.

Das einzige, was benötigt wird, ist Exotische Materie. Was aber ist das?

Exotische Materie mit negativer Energiedichte ist keine Antimaterie. Zwar lassen sich zumindest für
Fermionen die Antiteilchen formal durch Zustände negativer Energie beschreiben, jedoch sind die
Antiteilchen im Rahmen dieser Theorie
Löcher im Dirac-See, also fehlende Teilchen negativer Energie,
und haben somit wieder positive Energie. Die Feynman-Stückelberg-Interpretation
beschreibt die
Antiteilchen als Teilchen positiver Energie, die sich rückwärts durch die Zeit bewegen. 
  aus Wikipedia

Exotische Materie besteht also aus fehlende Teilchen negativer Energie, und damit
wieder positiver Energie, die sich rückwärts
durch die Zeit bewegen!   

Da der Alcubierr'sche Antrieb zusätzlich etwa zehn Milliarden mal mehr exotische Materie benötigt, als
das Universum insgesamt besitzt, schloss Van den Broeck die Alcubierre'sche Warp-Blase um zwei
weitere Blasen herum. Seine Rechnungen zeigten, dass dadurch der Bedarf an exotischer Materie auf
einige Sonnenmassen reduziert wird. Die äußere Blase, also die eigentliche Alcubierre-Warp-Blase,
wird dabei als sehr klein (R=3·10−15m) angesetzt, während die innerste Blase eine Oberfläche hat,
die einer Blase von 200 m Durchmesser entspricht. Diese scheinbare Diskrepanz wird durch die
vierdimensionale Geometrie ermöglicht.

Alcubierre und Van den Broeck gingen von einer vorher ungekrümmten Raumzeit aus. Ist die Raumzeit
hingegen gekrümmt, so genügen nach Sergei Krasnikov bereits 10 kg exotischer Materie, um solch ein
System aus Warp-Blasen zu erzeugen. Durch geringfügige Modifikation der Van-Den-Broeck-Metrik
gelang es Krasnikov, die notwendige Menge auf einige Milligramm zu reduzieren.    aus Wikipedia

Eine winzige äußere Blase, die eine sehr viel größere innere Blase umschließt. Der einfache
Verstand würde das für Idiotie halten, doch eine vierdimensionale Geometrie, was immer
das auch sein soll, macht es angeblich möglich. Mit einer gekrümmten Raumzeit, so dass 
es
nur noch einiger Milligramm Exotischer Materie bedarf,
ist der einfache Verstand dann
vollends überfordert.

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Im September 2012 diskutierten Forscher neue Aspekte und Möglichkeiten für die Realisierung eines
Warp-Antriebes. Dabei wurde die Einstufung von „unrealistisch“ in „durchaus umsetzbar“ geändert.

2013 prämierte das American Institute of Aeronautics and Astronautics eine wissenschaftliche
Publikation, die sich mit einer zukünftigen Entwicklung eines Warp-Antriebes befasste.
NASA Johnson Space Center und Dakota State University planen in einer Reihe von
Experimenten mit einem White–Juday Warp-field Interferometer weitere Forschungen.   aus Wikipedia

Wenn ein Institut für die Entwicklung des Warp-Antriebs Preise verteilt und sogar die NASA
in dieser Richtung forscht, dann muss doch etwas dran sein und die Frage, ob Raum und
Zeit wirklich existieren, oder die angeblichen Raumkrümmungen und Zeitdilatationen nur
Täuschungen sind, scheint sich damit zu erübrigen.

Tätsächlich lässt sich die große Mehrheit der Physiker davon blenden. So, wie sie überhaupt keine
Bedenken hat, dass der optische Dopplereffekt angeblich anderen Gesetzmäßigkeiten, als der
akustische Dopplereffekt, unterliegen soll, hat sie auch keinerlei Vorbehalte gegenüber der Idee
vom Warp-Antrieb, obwohl hier die Idiotie offen zu Tage tritt.

Wie konnte es nur so weit kommen und wo soll das noch hinführen?


(C)
Giordano B.  110256 Karow, Germany 2018