Ignorierte Realität

"Wenn das Unmöglich ausgeschlossen wird, muss das,
was übrig bleibt, die Wahrheit sein, so unglaublich
sie vielleicht auch
klingen mag!"   Sir Arthur Conan Doyle


Sir Arthur Conan Doyle meinte, die Wahrheit extrahieren zu können, indem er Unmögliches ausschließt,
und Einstein behauptete, dass sie zumeist in einem einfachen Gewande daher käme, so einfach ist es
zumeist aber nicht, denn es spielen auch subjektive Faktoren, wie gesellschaftliche Zwänge, eigene Weltanschauung und persönliche Erwartungen, eine maßgebliche Rolle.

Das zeigt sich zum Beispiel beim Erde-Mond-System. Hier gibt es eine Erscheinung, wo das
Unmögliche ganz offensichtlich ist, also die Wahrheit also quasi nackt daher kommt, aber nicht
beachtet wird, weil sie nicht dem entspricht, was man sich schon als Wahrheit ausgemalt hat.


Die Naturerscheinung, die eine fundamentale Vorstellung ad absurdum führt

Erde und Mond ziehen sich gegenseitig an. So jedenfalls wird es seit Jahrhunderten gelehrt.
Tatsächlich ist mit bloßem Auge erkennbar ist, 
wie sich das Wasser der Meere dort
in
Richtung Mond bewegt, wo jener über der Erde steht. Das ist aber nur die halbe Wahrheit,
denn an einem Küstenort kommt es in ca. 25 Stunden zweimal zu einer Flut, obwohl er sich
nur einmal vermöge der Erdrotation unter dem Mond hindurch bewegt.

Lange Zeit konnte man dafür keine Erklärung finden. Heute ist bekannt, dass die Erde, neben
der Rotation um ihre Achse, eine an den Mond gebundene Zweitrotation (Revolution) ausführt,
indem sie sich mit dem Mond um einen gemeinsamen Schwerpunkt (Baryzentrum) bewegt,
der außerhalb der Erdachse liegt (Bild 1. rechts).

Durch diese Achsverlagerung weist die Sekundärrotation der Erde eine Unwucht auf, aus der
auf der dem Mond abgewandten Seite eine Fliehkraft resultiert, so dass hier ebenfalls eine
Flut auftritt, die der Küstenort in etwa 12,5 Stunden erreicht.


Bild 1. links
Zwei-Körper-System
(von Zhatt) Der große Körper führt eine Exzenterbewegung aus, weil das Baryzentrum in Richtung  kleiner Körper verlagert ist.



Bild 2. rechts

Das Baryzentrum und die
Gezeitenkräfte der Erde


Das alles ist also inzwischen hinreichend erklärt und macht auch Sinn, womit man es gut sein lassen
könnte, was ja auch getan wird, wenn da nicht der Umstand wäre, dass es die Revolution nach
dem
derzeitigen physikalischem Weltbild in der Form gar nicht geben dürfte.
 
Es ist das Bestreben eines jeden rotierenden Körpers, der eine Unwucht aufweist, sich in kongruenter
Richtung zu der Fliehkraft zu bewegen, die aus der Unwucht resultiert. Um also zu verhindern, dass
der Körper "davon flattert", muss seine Achse ein Fixpunkt sein, oder es eine Gegenkraft geben, die
stets genau gleich groß ist, wie die durch die Unwucht verursachte Fliehkraft.
Das ist ein einfaches
allgemeingültiges Naturgesetz.


Da das Baryzentrum kein Fixpunkt ist, kann eigentlich nur noch durch die angebliche Anziehungskraft
des Mondes ein Ausgleich der Unwucht erfolgen, denn eine andere Kraft, die hier Einfluss nehmen
könnte, ist im derzeitigen physikalischen Weltbild nicht vorgesehen.

Das ist aber nur realistisch, wenn, wie beim Zwei-Körper-System (Bild 1), der Abstand zwischen Erde
und Mond stets gleich groß ist, denn nur dann vermag die angebliche Anziehungskraft des Mondes
gleichbleibend die konstante Fliehkraft der Erdrevolution auszugleichen. Alles richtig so weit?
Dann das Problem.

Der Erde-Mond-Abstand schwankt zwischen 356.000 und 406.000 km, so dass die Mondbahn
keine
Kreisbahn ist, sondern eine elliptische!

Es ist also unmöglich, dass die angebliche Anziehungskraft des Mondes stets gleichbleibend ist,

was durch das Auftreten von Spring- und Nipptiden bei Voll- bzw. Neumond auch bestätigt wird.

Demnach müsste das System längst aus dem Gleichgewicht geraten sein, ist es aber nicht. 

"Wenn das Unmöglich ausgeschlossen wird, muss das, was übrig bleibt, die Wahrheit sein,
so unglaublich sie vielleicht auch
klingen mag!"
 

Was bleibt hier als Wahrheit übrig? Es werden in der Physik noch viele Fragen gestellt, diese nicht.
Warum nicht? Weil das, was übrig zu bleiben droht,
äußerst unangenehm wäre, den es bedeutet,
die Hypothese, die eine Anziehungskraft der Materie unterstellt, ist falsch. 

Diese Wahrheit wird man früher oder später akzeptieren müssen, denn sie taucht auch bei anderen
Erscheinungen auf, wie etwa der beschleunigten Expansion des Universums oder den Plasma-Jets,
die aus den Zentren von Galaxien weit in den Kosmos hinaus schießen, obwohl sich darin
Schwarze Löcher befinden sollen, denen angeblich nicht einmal Licht entweichen kann.


Sapere aude!

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