Glaube ist der Tod der Vernunft - der Erzfeind der Physik


Manche Menschen glauben an Horoskope, einige an Glück und Pech, viele an Gott und auch in der Physik
spielt der Glaube eine große Rolle, insbesondere der, auf dem richtigen Weg zu sein. Davon sind 99 %
der Physiker überzeugt, obwohl in der Physik immer mehr die Merkmale zu Tage treten, durch die Glaube
für gewöhnlich gekennzeichnet ist, nämlich einem Ignorieren der Realität, einem Mangel an Vernunft und
einer Diskriminierung all derer, die nicht glauben wollen.

Sie halten das für an den Haaren herbei gezogen?

Nun, dann schauen Sie sich einmal die Naumann-Unzicker-Debatte auf youtube an. Hier treffen die
durchaus sachlichen und vernünftigen Argumente eines "Ungläubigen", der meint, dass sich die
Teilchenphysik verselbstständigt hat, weil nicht mehr wirklich überprüfbar ist, womit man sich hier
befasst und was man entdeckt haben will, auf eine so genannte Koryphäe, deren selbstherrliches
Auftreten und Kleinmachen des Gegenüber schon beinahe fanatische Züge hat.

Dabei sind die Befürchtungen des Dr. Unzicker keineswegs aus der Luft gegriffen, denn nicht nur in der
Teilchenphysik gibt es deutliche Anzeichen dafür, dass man Glaube für Wissen hält. 

Sie können sich das nicht vorstellen?

Nun, dann schauen Sie sich einmal an, was die bisherigen Ansichten von Raum und Zeit bringen,
in was für einen Irrsinn ihre weitere Fortführung und Ausgestaltung endet!  


Der Raum-Zeit-Irrsinn

Es ist bereits etliche Jahre her, als Physiker die Theorie aufstellten, dass die Zeit eine vierte Dimension
des Raumes sei. Das sprengte den Rahmen, der durch die klassische Betrachtungsweise von Raum
und Zeit gesetzt war, wodurch hier die Grenze zwischen Phantasie und Realität fließend wurde.

Eine der daraus resultierenden Phantasien fing zunächst ganz harmlos damit an, dass ein Autor von 
Science-Fiction-Romanen vor dem Problem stand, wie seine Helden von Galaxie zu Galaxie gelangen
können, die Millionen von Lichtjahren auseinander liegen. Er fand eine elegante Lösung, indem er
kurzerhand die Raumschiffe mit einer ganz neuen Antriebstechnik ausstattete, dem so genannten 
Warp-Antrieb. Wie genau jener funktionieren soll, wird vom Autor nicht weiter erläutert. Das muss
er auch nicht, denn Science-Fiction ist ja lediglich eine Mischung aus Wissenschaft und Phantasie.

Es fanden sich jedoch einige Physiker, die davon inspiriert wurden und darüber nachdachten,
wie man einen solchen Antrieb realisieren könne. Aus bloßer Phantasie wurde so ein Projekt,
das den Anschein erweckt, wissenschaftlich, und damit seriös, zu sein.

Ein funktionsfähiger Warp-Antrieb muss die Eigenschaft haben, einen bestimmten Energie-Impuls-Tensor
zu erzeugen, welcher das Raumzeitgebiet um ein Raumschiff herum derart verändert, dass die Entfernung
zwischen Start- und Zielpunkt verringert wird. Dies bedeutet nichts anderes, als das die Raumzeit vor dem
Schiff kontrahiert und hinter ihm wieder expandiert. Da sich die Raumzeit selbst überlichtschnell ausbreiten
darf, könnte ein Objekt also theoretisch in einer solchen Warp-Blase mitreisen. Die erste funktionierende
Warp-Metrik wurde 1994 von Miguel Alcubierre aufgestellt.
Sie ist jedoch keine strenge Lösung der
Einsteingleichungen
sondern wurde direkt mit den gewünschten Eigenschaften konstruiert. Um die
Gleichungen zu erfüllen, ist eine negative Energiedichte erforderlich, welche auch als
exotische Materie
bezeichnet wird.
 
                                                                                                                                                                  (aus Wikipedia)

Die 1994 von Alcubierre aufgestellte Warp-Metrik wurde direkt mit den gewünschten Eigenschaften
konstruiert, war also bloß eine Wunschvorstellung, der 
ein Anschein von Realität verliehen wurde,
indem man die Exotische Materie
kreierte. 

Der Begriff Exotische Materie der Teilchenphysik ist sehr weit gefasst, bezieht sich allgemein auf Teilchen,
die nicht aus Elektronen, Protonen und Neutronen aufgebaut sind, und im Speziellen auf Hypothetische
Materie mit negativer Energiedichte. Letztere Art der Materie wurde bis heute noch nicht beobachtet.

Beispielsweise versuchen Geophysiker, ungewöhnliche Erdbeben mit den Einschlägen von Teilchen der exotischen Materie mit Massen im Nanogramm-Bereich zu erklären, deren Dichte der von Atomkernen gleichkommt. Diese Partikel werden Strangelets oder Strange Quark Nuggets genannt, da sie aus Strange-Quarks bestehen sollen. Aufgrund theoretischer Überlegungen wurde diese Art von exotischer
Materie schon 1984 von Edward Witten vorgeschlagen.

Exotische Materie mit negativer Energiedichte ist keine Antimaterie. Zwar lassen sich zumindest für
Fermionen die Antiteilchen formal durch Zustände negativer Energie beschreiben, jedoch sind die
Antiteilchen im Rahmen dieser Theorie Löcher im
Dirac-See, also fehlende Teilchen negativer Energie,
und haben somit wieder positive Energie. Die Feynman-Stückelberg-Interpretation 
beschreibt die
Antiteilchen als Teilchen positiver Energie, die sich rückwärts durch die Zeit bewegen.
Wurmlöcher
und der fiktive Warp-Antrieb von Miguel Alcubierre (siehe Überlichtgeschwindigkeit) benötigen
exotische Materie negativer Energie.


                                                                                                                                                                        (aus Wikipedia)

Der Faden wird immer weiter gesponnen. Es geht jetzt nicht mehr nur um eine Raumzeit, sondern 
neben Exotischer Materie um Strange Quark Nuggets, Löchern im Dirac-See, ein Rückwärts durch
die Zeit und Wurmlöcher, getreu dem Motto: "Je dichter das Gespinst aus Annahmen, Vermutungen
und Behauptungen, desto geringer die Gefahr, dass es als blanker Unsinn durchschaut wird!"

Da der Alcubierr'sche Antrieb zusätzlich etwa zehn Milliarden mal mehr exotische Materie benötigt, als das Universum insgesamt besitzt, wurde er von Van den Broeck dementsprechend verbessert. Dazu schloss
er die Alcubierre'sche Warp-Blase um zwei weitere Blasen herum. Seine Rechnungen zeigten, dass sich der
Bedarf an exotischer Materie dadurch zwar nicht aufhebt, aber zumindest auf einige Sonnenmassen reduziert wird. Die äußere Blase, also die eigentliche Alcubierre-Warp-Blase, wird dabei als sehr klein (R=3·10−15m)
angesetzt. Die innerste Blase besitzt dafür jedoch eine Oberfläche, die einer Blase von 200 m Durchmesser entspricht. Diese scheinbare Diskrepanz wird durch die vierdimensionale Geometrie ermöglicht.

Die Materiedichte ist bei beiden Antrieben jedoch so hoch, wie die Materiedichte des Universums kurz nach
dem Urknall gewesen ist. Alcubierre und Broeck gingen von einer vorher ungekrümmten Raumzeit aus. Ist
die Raumzeit hingegen gekrümmt, so genügen nach Sergei Krasnikov bereits 10 kg exotischer Materie,
um solch ein System aus Warp-Blasen zu erzeugen. Durch geringfügige Modifikation der
Van-Den-Broeck-Metrik gelang es Krasnikov, die notwendige Menge an exotischer Materie auf einige
Milligramm zu reduzieren.

Untersuchungen von Finazzi, Liberati und Barceló stellen die Stabilität der Warp-Blase in Frage. McMonigal,
Lewis und O'Byrne von der University of Sydney gehen aufgrund einer theoretischen Studie davon aus,
dass beim Abbremsen eine für die Umgebung tödliche Strahlung entsteht.

                                                                                                                                                                             (aus Wikipedia)

Nach den ersten Modellen wird zu viel exotische Materie benötigt. Van den Broeck denkt sich
deshalb in die Warp-Blase zwei weitere Blasen hinein,
wobei die äußere mit einem Durchmesser
von 3/1000-stel Millimeter die innerste, deren Oberfläche einem Durchmesser
von 200 Metern (!)
entspricht, umschließt. 

Hier muss der gesunde Menschenverstand endgültig passen und gibt damit freie Bahn für die Physiker,
die anscheinend in einer ganz anderen Welt leben, einer mit vierdimensionaler Geometrie!


Trotz dieses geistigen Purzelbaums sind immer noch einige Sonnenmassen an Exotischer Materie
erforderlich. 
Krasnikov löst sich deshalb von dem Modell, sich entlang einer ungekrümmten Raumzeit
zu bewegen, und geht von einer gekrümmten Raumzeit aus. Und siehe da, jetzt bedarf es 
nur noch
wenige
Milligramm Exotischer Materie, um einen Warp-Antrieb zu betreiben.  

Im September 2012 diskutierten Forscher neue Aspekte und Möglichkeiten für die Realisierung eines
Warp-Antriebes. Dabei wurde die Einstufung von „unrealistisch“ in „durchaus umsetzbar“ geändert. Grund
dafür sind Berechnungen von Wissenschaftlern der NASA, die durch Modifikationen des ursprünglichen
Konzeptionsentwurfs glauben, den benötigten Energiebedarf des Antriebs senken zu können.

2013 prämierte das American Institute of Aeronautics and Astronautics eine wissenschaftliche Publikation,
die sich mit möglichen Theorien und Strategien einer zukünftigen Entwicklung eines Warp-Antriebes
befasste. NASA Johnson Space Center und Dakota State University planen in einer Reihe von
Experimenten mit einem White–Juday Warp-field Interferometer Grundlegendes zu überprüfen.

                                                                                                                                                                              (aus Wikipedia)

Voilá! Aus dem, was ein Science-Fiction-Autor ersonnen hat, ist schließlich ein angeblich
machbares Antriebsprojekt geworden, das nicht nur einigen "Wissenschaftlern" auf Jahre
hinaus ein erkleckliches Einkommen sichert, sondern auch die Physik um weitere
obskure
Ideen bereichert.


Sind eine vierdimensionale Geometrie, Wurmlöcher und eine Exotische Materie das Ergebnis vernünftiger
Überlegungen oder sind es nur Phantastereien, die aufzeigen, welche Ausmaße die Verblendung durch
Glaube in der Physik bereits angenommen hat?

Es wäre nicht das erste Mal, dass Menschen durch eine Ideologie, wo Behauptungen und Glaube die
Vernunft ersetzen, bei der Entwicklung ihrer eigenen Weltanschauung manipuliert werden. Das
geschieht schon seit Jahrtausenden immer wieder auf die gleiche Art und Weise. 


Phase Aktion  Ergebnis 
1 Behauptung Glaube oder Lehre
2 Ausgestaltung Verblendung durch Idealisierung
3 Dogmatisierung Unmündigkeit durch Gebote
4 Glorifizierung Fanatismus bis hin zum Irrsinn
Von einer Idee zu einer auf Glauben beruhenden Weltanschauung. Die vier Entwicklungsphasen

Glaube kann Berge versetzen, aber auch ein Berg sein, hinter dem die Wahrheit verloren ist! 

© Giordano B. 110256 Karow, Germany, 2016