Verblendung


Als Verblendung wird eine hochwertig erscheinende Fassade bezeichnet, hinter dem sich ein minderwertiges
Mauerwerk verbirgt. In einem weiteren Sinne steht es auch dafür, dass sich Menschen von einer Idee oder
Ideologie angezogen fühlen, ohne richtig nachgefragt oder nachgedacht zu haben, was dahinter steckt.
Einiges spricht dafür, dass die so genannte moderne Physik ein solches Blendwerk ist, das einen in der
klassischen Physik unterlaufenen Fehler verdeckt.

Geblendet sein, heißt nicht richtig sehen können, so dass der Verstand versucht, ein geschärftes geistiges
Abbild dessen zu erstellen, was man zu sehen meint. Dazu bedarf es Grundinformationen, die verlässlich
sind, sonst entstehen lediglich Trugbilder. Für einen Physiker gibt diese Informationen die Lehrmeinung vor,
die umso mehr zum Leitfaden für ihn wird, desto mehr die Physik in einem immer helleren Licht erstrahlt.

Nicht alles sehen können und dennoch etwas erblicken wollen. Wohin das führen kann, zeigt die Geschichte
mit dem 
Warp-Antrieb (s. Link "Irrsinn")? Ist es realistisch, was man sich hier ausgedacht hat? Wer dies
bejaht, sollte sich ehrlich fragen, ob er das tut, weil er das Prinzip wirklich verstanden hat und eine praktische
Umsetzung für möglich hält, oder, weil kein Aufschrei des Protests bzw. der Kritik durch die Physik geht und
demnach etwas dran sein muss.

Ersteres wäre angesichts der höchst spekulativen und abstrusen Darstellung der Funktionsweise ein 
Wunder. Letzteres wiederum wäre das Bekenntnis, von der Umsetzbarkeit einer Idee überzeugt zu sein,
weil man sich auf Andere verlässt, und eben das ist der Anfang einer jeden kollektive Verblendung!

Die Idee vom Warp-Antrieb ist so weit hergeholt, dass es keinen belastbaren Bezug zur Realität gibt.
Folglich besteht auch keine Möglichkeit, sich bei dem Versuch, diese Idee als reine Phantasie zu
entlarven, auf die Realität zu stützen. Das sieht bei der Neutronensternphantasie ganz anders aus.



Die Neutronensternphantasie

Neutronensterne sind die Überreste von großen Sternen, bei denen imzuge einer Supernova die Hülle
weggesprengt wurde, so dass der aus Neutronen bestehende innere Kern offen liegt. Die Neutronen
liegen hier so dicht aneinander, dass die Sternenreste, obwohl immer noch mehr Masse als die
Sonne enthaltend, lediglich einen Durchmesser von etwa 20 km haben.

Sie treten als Pulsare in Erscheinung, indem sie Blitze abgeben, die vom Radiowellenbereich bis hin zum
Gammastrahlenbereich reichen und Perioden von einer Millisekunde bis acht Sekunden aufweisen.






Bild 1. Der Vela-Pulsar (animiert) *

Gammastrahlen-Blitze des Pulsars im Krebsnebel. Es
ist nicht 
auszumachen, ob die Strahlung aus der
ganzen Oberfläche immer nur für kurze Zeit
emittiert wird, oder nur aus bestimmten Sektoren, die kurzzeitig in Richtung Erde weisen.
 

Es wird angenommen, dass die Strahlung der Pulsare entsteht, indem elektrisch geladene Teilchen den
Magnetfeldlinien folgen und dadurch auf eine Kreisbahn gebracht werden, ähnlich den Elektronen in einem
Synchrotron. Da die Magnetfeldachse von der Rotationachse abweicht (s. Bild 2), streicht die vom Pulsar
abgegebene Strahlung wie das Licht eines Leuchtturms durch den Kosmos und trifft somit immer nur für
einen kurzen Moment auf einen in der Bahn des Strahles liegenden Empfänger.








Bild 2. Die Pulsar-Strahlung *

Die Strahlung wird angeblich nur entlang der
Magnetfeldachse emittiert, die 
von der
Rotationsachse abweicht.   
 
Wenn dem tatsächlich so wäre, entspräche die Pulsfrequenz der Drehzahl des jeweiligen Neutronensterns, 
was bei der bisher höchsten festgestellten Frequenz von etwa 700 Hz eine Drehzahl von 700 U/s bedeutet! 

Ist das realistisch? Kann ein Stern derart hohen Drehzahlen standhalten? Und selbst wenn er es könnte,
stellt sich noch die entscheidende Frage, woraus die hohen Drehzahlen resultieren. Welche Kraft sollte
die Sterne derart in Rotation versetzt haben?

Es ist zwar eine Tatsache, dass alle Sterne rotieren, doch sie rotieren relativ langsam. So benötigt die 
Sonne für eine Umdrehung etwa 26 Tage und sie ist dabei im Verhältnis zu den Sternen, die in
einer Supernova enden, eher klein!

Bei einem Neutronenstern mit einem Durchmesser von 20 km, also einem Umfang von etwa 63 km, und einer
Drehzahl von 700 U/s würde sich ein Punkt auf dem Äquator mit etwa 44.000 km/s durch den Raum bewegen!
Da bei einer Supernova Materie in alle Richtungen weggesprengt wird, kann man davon ausgehen, dass sich
die Drehzahl dadurch nicht wesentlich verändert, was bedeutet, der Ursprungstern muss diese sehr hohe
Äquatorumlaufgeschwindigkeit bereits aufgewiesen haben.

Unterstellt man, der Durchmesser des Ursprungssterns betrug 1.500.000 km, zum Vergleich, der der Sonne
liegt bei etwa 1.400.000 km, hätte sich bei einer Äquatorumlaufgeschwindigkeit von 44.000 km/s der
Ursprungsstern in etwa 2 min (1.500.000 x 3,14 = 4.610.000 km : 44.000 km/s = 105 s) einmal um
seine Achse drehen müssen.

Es konnte bisher kein einziger Stern entdeckt werden, der auch nur annähernd derart schnell rotiert! Vollends
ad absurdum geführt wird die Rotationstheorie durch das Auftreten von Nulling-Phasen, wo die Pulse für einige
Zeit ausbleiben. Auch beim Vela-Pulsar kommen zwei Pulse hintereinander, dann folgt eine kurze Pause,
als würde jeder dritte Puls ausfallen (s. Bild 1).

Ist 
die Grenze zur Phantasie erst einmal überschritten, wird der gesunde Menschenverstand
zunehmend von Wunschvorstellungen übertölpelt und selbst der offensichtlichste Unsinn
als realistisch angesehen!


Es ist offensichtlich, dass die Erklärung der Pulsarpulse nur eine Phantasie sein kann und dennoch wird sie
verbreitet, als hätte sie einen seriösen Hintergrund. Die Realität wird ignoriert oder, wie im Falle der
Spaltneutronen, auftretende Widersprüche mit geradezu banalen Erklärungen zu lösen versucht. Das sind
keine kleinen Schönheitsfehler, sondern die Symptome einer völligen Verblendung, dem Erschaffen einer
Welt von Wunschvorstellungen, die nicht der richtigen Welt entspricht!


Worauf die Spaltneutronen hinweisen

Es ist bekannt, dass U-235 durch Neutronen gespalten werden kann, die imzuge von Spontankernzerfällen
frei werden. Es hat sich jedoch heraus gestellt, und das kam einigermaßen unerwartet, dass dabei die
Neutronen umso effektiver sind, je geringer ihre Geschwindigkeit ist. Thermische Neutronen, die sich nicht
schneller bewegen, als die Moleküle der Luft, spalten U-235 wie nichts, wohingegen schnellere Neutronen,
die doch eigentlich mehr Spaltenergie haben, weitaus weniger wirksam sind.

Beim U-238 wiederum bewirken thermische Neutronen keine Spaltung, sondern sie werden lediglich von
den Atomkernen absorbiert, um sich dort in Protonen umzuwandeln. Zur Spaltung bedarf es hier sehr
schneller Neutronen, wie sie nur bei Kernfusionen frei werden, weshalb dieses Isotop gemeinhin als
nicht spaltbar angesehen wird.

Wie wird nun dieses Paradoxon erklärt? Es wird gar nicht erklärt, sondern es wird lediglich festgestellt,
dass die Isotope unterschiedliche Wirkungsquerschnitte (s. "barn") aufweisen, wobei es sich jedoch nur
um auf der Grundlage der praktischen Erfahrung festgelegte Werte handelt, die mit dem tatsächlichen
Querschnitt der Atomkerne nichts zu tun haben.

Wie passt das zusammen, dass man auf der einen Seite etwa die Atome ganz penibel bis ins Detail
untersucht und erfasst, sich auf der anderen Seite bei einer so wichtigen Frage, wie dem seltsamen
Verhalten der Spaltneutronen, mit einer derart lapidaren Erklärung begnügt?

Die Antwort ist, dass man keinen Lösungsansatz hat, was wiederum eine Folge des Realitätsverlustes ist,
der durch die Annahme, die Naturgesetze seien nicht allgemeingültig, unvermeidlich kommen musste,
denn die Naturgesetze gelten sehr wohl für alle Prozesse gleichermaßen, ohne jede Ausnahme.

Das bedeutet, die Kernbindung muss prinzipiell den gleichen Regeln folgen, wie der Halbkugelversuch,
allerdings in komplexerer Form, denn während die Kugel für das Bindungsmedium Luft undurchlässig
ist und deshalb nur einmal verdrängt werden muss, sind die Atomkerne für das Bindungsmedium
offen, was eine permanente Verdrängung erforderlich macht.

Es wäre vermessen, behaupten zu wollen, hier könne nun eine umfassende Erklärung geliefert werden.
Das ist nicht Zweck dieser Betrachtung, sondern es soll vor allem aufgezeigt werden, dass sich vom
Halbkugelversuch auf die Kernbindung schließen lässt, also auch hier der deduktive Weg möglich ist,
sofern man von sich dabei von der Allgemeingültigkeit der Naturgesetze leiten lässt.

So darf aus verschiedenen Gründen, die hier aufzuzeigen zu weit führen würde, angenommen werden,
dass sich zumindest bei den größeren Atomkernen alle Protonen auf der Kernoberfläche befinden und
somit die Neutronen wie in einem Netz einschließen. Es darf darüber hinaus angenommen werden, 
dass alle Atomkerne rotieren, weil sich die Rotation der Protonen auf diese überträgt.

Von diesen Annahmen ausgehend wurde die folgende Bildreihe erstellt. Auch wenn es nur sehr vereinfachte schematische Darstellungen sind, werden Sie ganz bestimmt erfassen können, warum U-235 durch
thermische Neutronen am effektivsten gespalten wird und dieses nichts, 
aber auch gar nichts, mit einem
fiktiven Wirkungsquerschnitt zu tun hat!











Bild 3. Druckverhältnisse -  (Halb-)Kugelversuch

Das System ist für das Bindungsmedium Luft geschlossen, so dass ein einmaliges Abpumpen
genügt, um permanent einen Unterdruck herzustellen.
   
 









Bild 4. Kugel als offenes System
Ist die Kugel perforiert, erfolgt ein Druckausgleich, so
dass im inneren keine Unterdruckerzeugung möglich
ist, selbst 
wenn die Kugel rotiert.   
 





Bild 5. Kugel als offenes System mit Füllung
Hat die perforierte Kugel eine Füllung, ist die Erzeugung
eines anhaltenden Unterdruckes möglich, da sich durch die Füllung die Rotation der Kugel auf die Luft überträgt, wodurch selbige beschleunigt und aus der Kugel
gedrängt wird. Lediglich im Zentrum wird die Luft nicht
verdrängt, so dass hier nahezu die gleichen
Druckverhältnisse herrschen, wie außerhalb der Kugel. 
   
 





Bild 6. Kern U-235 als offenes System mit Füllung

Der Urankern gleicht der Kugel mit Füllung. Da die Neutronen das Zentrum ebenfalls nicht ausfüllen,
wird der Äther dort auch nicht verdrängt. Die Folge ist
ein Druckgebiet, wo nahezu die gleichen
Druckverhältnisse herrschen, wie außerhalb des
Kerns. Weil die Anzahl der Neutronen (143) ungerade ist, ist das Druckgebiet asymmetrisch.
   



Bild 7. Kernspaltung U-235 

Ein freies Neutron kann von der Polströmung des Kerns angesaugt werden, wenn es sehr langsam ist. Es wird bis in das Zentrum des Kerns getrieben, wo es sich außerhalb der Achse absetzt und durch die Rotation des Kerns mitgerissen wird.
Es reißt seinerseits den Äther des Druckgebietes
mit und beschleunigt ihn, so dass eine nach außen wirkende Kraft entsteht, die den Kern spaltet.    
 


Bild 8. Betazerfall U-238

Auch hier wird ein thermisches Neutron von der
Polströmung des Kerns angesaugt. Da der Kern aber nahezu ausgefüllt ist, kann sich das Neutron
nur auf der Kernachse absetzen, nimmt deshalb
nicht die Rotation des Kerns auf und gefährdet
somit auch nicht dessen Stabilität. Da sich das
Neutron im Zentrum des Kerns aufhält, wo nahezu
die gleichen Druckverhältnisse herrschen, 
wie
außerhalb des Kerns, kommt es zum Betazerfall.
 

* Die Bilder 1 u. 2 sind Wikipedia entnommen!

Trotz aller Mahnungen und Warnungen, sei es der Natur oder couragierter Physiker, steht zu befürchten,
dass kollektive Verblendung die Physik weiter in das Reich der Phantasie abdriften lässt, denn es wird
nur Optimismus verbreitet, wo ernste Zweifel angebracht wären, wie das abschließende Beispiel zeigt.


Naturgesetze als Spiegel des wissenschaftlichen Fortschritts


(1)Der wissenschaftliche Fortschritt in der Physik besteht oft darin, dass scheinbar unabhängige Gesetze
in einem größeren Zusammenhang auf eine gemeinsame Grundlage zurückgeführt werden. Ein Beispiel
hierfür sind die zahlreichen Kräfte 
der Mechanik und die Gesetze ihres Wirkens, die letzten Endes
sämtlich auf elektromagnetische Wechselwirkungen auf atomarem Niveau und auf die Gravitation
zwischen und in den beteiligten Körpern zurückgeführt werden können.

(2)Eine andere Art des wissenschaftlichen Fortschritts zeigt sich etwa im Übergang von der klassischen
Mechanik zur Relativitätstheorie. Hier werden Begriffe und Gesetze, die als unumstößlich und allgemeingültig
angenommen worden waren, als nur näherungsweise gültig anerkannt.

(3)In diesem Sinne wird nach „letzten“ grundlegenden und allgemeingültigen Gesetzen gesucht. Stringtheorie,
Quantengravitation und Große vereinheitlichte Theorie gelten als Beispiele für diese Bemühungen, sind
aber bisher noch hypothetisch. Ein Weltgesetz, mit dem „alles“ erklärt und aufgebaut werden kann,
wäre vergleichbar den Axiomen der Mathematik.       aus Wikipedia

Einerseits wird erklärt, dass sich der Fortschritt durch das Finden von Zusammenhängen zwischen scheinbar
unabhängigen Gesetzen dokumentiert (1), anderseits wird festgestellt, dass Begriffe und Gesetze nicht mehr
unumstößlich und allgemeingültig sind, weil es angeblich Ausnahmen gibt (2). Das ist ein offensichtlicher
Widerspruch in sich, über den mit der Bemerkung hinweg gegangen wird, dass man noch nach einem alles
umfassenden "Weltgesetz" suchen müsse (3).

Wie will man ein solches "Weltgesetz" finden, wenn man zugleich die uneingeschränkte
Allgemeingültigkeit der Naturgesetze in Abrede stellt? Das ist doch gerade so, als suche
man nach einem schwarzen Schimmel!
 

(c) Giordano B. 110256 Karow,  Germany 2016