Glaube ist der Tot der Vernunft - der Irrweg der Physik


Glaube bedeutet dem Ursprung nach "gutheißen" oder "loben" und drückt eine Grundhaltung des Vertrauens
in eine Religion, Philosophie oder Lehre aus. Er kam sehr wahrscheinlich schon in der Urgesellschaft auf,
als sich die Sprache entwickelte und erste Versuche unternommen wurden, die Welt zu erklären.

Das vermeintliche Wissen bestand jedoch zumeist nur aus Annahmen oder Behauptungen, so dass es 
bereits hier zu einer erheblichen Vermischung von Wahrheiten und Phantasien kam. Insbesondere die
Unterstellung, die Welt und die Menschen können nur das Werk eines Schöpfers sein, wuchs sich
zunehmend zu einem Glaube aus, durch den sich eine erhebliche Diskrepanz zwischen der Realität
und den Vorstellungen in den Köpfen der Menschen auftat.

Es ist unfassbar, aber dieser Glaube und die damit verbundenen Gewohnheiten haben nicht an Bedeutung
verloren, sondern erfahren gegenwärtig eine Blütezeit, als hätte man nunmehr den sicheren Beweis, dass
eine höhere Macht existiert, die sich dafür interessiert, was der Mensch auf der Erde so treibt.

Ganz offenbar hat es die Physik nicht vermocht, das Gegenteil zu beweisen. Ja, es sieht sogar danach
aus, als stehe sie selbst noch unter den Einflüssen des uralten traditionellen Glaubens, auch wenn die 
meisten Physiker das nicht wahrhaben wollen, weil sie der Ansicht sind, der technische Fortschritt
schließe das aus.

Das tut er keineswegs, denn
er resultiert lediglich aus einer besseren Ausnutzung mikrophysikalischer
Prozesse, die nicht zwingend voraus setzt, dass der Mensch genau weiß, was dabei passiert. 

Es gibt dennoch eine Möglichkeit, sich der Wahrheit zu nähern, denn alle Glaubensweltanschauungen
laufen in ihrer Entwicklung prinzipiell in den gleichen vier Phasen ab und wenn die letzte Phase erreicht
ist, zeigt sich zumeist sehr deutlich, dass hier nicht Vernunft und Sachlichkeit die Triebfedern sind,
sondern Einredung und die Macht der Tradition.
 


Phase Aktion  Ergebnis 
1 Behauptung Glaube, Philosophie oder Lehre
2 Ausgestaltung Verblendung durch Wunschdenken
3 Dogmatisierung Unbeirrbarkeit und Unmündigkeit
4 Glorifizierung Fanatismus und Irrsinn
Von einer Idee zu einer auf Glauben beruhenden Weltanschauung. Die vier Entwicklungsphasen

 
Wie sieht es nun mit der Physik aus? Steuert sie auf ein verständliches, in sich geschlossenes und allein
an der Realität orientierendes Weltbild zu oder sind hier Anzeichen von Fanatismus und Irrsinn erkennbar?  

Das sind sie! Wer sich die Unzicker-Naumann-Debatte auf youtube anschaut, kann erleben, wie selbst
ein dezentes Hinterfragen nach der Sinnhaftigkeit und Richtigkeit der gegenwärtigen Teilchenforschung
arrogant und herablassend abgebügelt wird. Das ist von Fanatismus (blind, eifernd) nicht so weit weg.

Auch das Abgleiten in Richtung Irrsinn macht sich bemerkbar, indem die bisherigen Ansichten von Raum
und Zeit in dem wahnwitzigen Vorhaben gipfeln, einen so genannten Warp-Antrieb realisieren zu wollen.

Eine Lehre oder Ideologie, die in solchen Auswüchsen mündet, hat irgendwo die Bodenhaftung verloren 
oder kein sachlich vernünftiges Fundament. In der Physik kam es dazu, als man der Materie zwei
Eigenschaften andichtete, die sie nicht hat, weil man sich zu Behauptungen hinreißen ließ, die nur
Vermutungen sein konnten, denn die beschleunigte Ausbreitung des Universums, die hier wirklich
Aufschluss geben kann, war da noch nicht bekannt.

Sie spricht dafür, dass das Universum unter einem inneren Teilchendruck steht und ist damit der Beweis
für die Existenz des Äthers. Er ist das fehlende Glied in der Materieordnung. Ohne ihn ist eine Erklärung
der fundamentalen Prozesse schlichtweg unmöglich und dennoch glaubt man, es zu können.

 

Größe        Äther   Glaube  
Materie          - übt auch in einem Vakuum gegenüber
  Materie einen Widerstand aus;
- ermöglicht durch Druckunterschiede,  
  die Bindungen anderer Materie;

- angebliche Massenzunahme sich
  bewegender Materie;    
- angebliche gegenseitige Anziehung bzw.
  angeblicher Massedefekt durch eine 
  Umwandlung von Masse in Energie;
Energie - verteilt sich als Energieträger im ganzen
  Universum, so dass Körper unbemerkt
  Energie aufnehmen oder abgeben;
- ermöglicht Energieübergänge von
  Körper zu Körper ohne Berührung;
- angebliche Existenz von potentieller
  Energie;
- angebliche Energieübergänge durch
  Felder oder Strahlung;


Raum - gibt dem imaginären Raum eine Art
  Struktur und dadurch den Anschein,
  real zu sein;
- angeblich real existierender Raum, der
  sich krümmen lässt;

Zeit - übt Einfluss auf Prozesse aus, so dass
  diese schneller oder langsamer ablaufen;
- angeblich real existierende Zeit, die sich
  stauchen oder dehnen lässt;
Licht - ermöglicht die Verteilung von Energie im
  Raum, indem die Teilchen oszillieren;   
- angeblich immaterielle Strahlung oder
  Teilchen ohne Ruhemasse;
Magnetismus - ermöglicht die Verteilung von Energie im
  Raum, indem die Teilchen strömen;
- angeblich Felder, die sich zwischen zwei
  imaginäre Pole spannen;
Was der Äther bewirkt und wie man diese Wirkungen ohne Äther zu erklären versucht.  


Es grenzt an Fanatismus, mit welcher Hartnäckigkeit der von Newton eingeschlagene Weg unbeirrt weiter
beschritten wird, trotz aller abstrusen Vorstellungen, wie die von Raumkrümmungen, Zeitdilatationen,
einem relativistischen Massendefekt, einem quantenmechanischen Teilchenspin, und dergleichen mehr,
in denen er mündet.

Der Glaube daran, dass sich Generationen von Physiker nicht derart geirrt haben können, lässt offenbar
keinen Spielraum für das Suchen nach einem eigenen Standpunkt, obwohl Widersprüche zwischen
Lehre und tatsächlicher Beobachtung das geradezu heraus fordern.

Glaube kann Berge versetzen, er kann aber auch ein Berg sein, hinter dem die Wahrheit verloren ist! 

© Giordano B. 110256 Karow, Germany, 2016